IT-Glossar

* AD – Das AD (Active Directory) ist ein zentraler Verzeichnisdienst.

Active Directory ist hierarchisch gegliedert für alle Objekte (Rechner/PC´s, Drucker, Scanner, Benutzer, usw.).
Primär hat Microsoft das Authentifizierungsverfahren von UNIX übernommen und weiter entwickelt.
Ab der MS-Version Windows Server 2008, wurde der Dienst in fünf Rollen untergliedert und deren Kernkomponente wird
als Active Directory Domain Services (ADDS) bezeichnet.

Die fünf Serverrollen zusammengefasst:

  • Domain Services (ADDS-Active-Directory-Domain-Verzeichnisdienst) ist die aktuelle Version des
    ursprünglichen Verzeichnisdienstes und der zentrale Punkt der Domain- und Ressourcenverwaltung.
  • Lightweight Directory Services (ADLDS-Active-Directory-Lightweight-Verzeichnisdienst) ist
    eine funktional eingeschränkte Version des ADDS, die der Anbindung von Anwendungen oder Diensten,
    die LDAP-konforme Informationen aus dem Verzeichnis benötigen, dient.
    In Windows Server 2003 wurde der Dienst dort als Active Directory Application Mode (ADAM) ursprünglich implementiert.
  • Federation Services (ADFS-Active-Directory-Verbunddienste) dienen der webgestützten Authentifizierung
    von Benutzern, wenn diese sich in Bereichen außerhalb der ADDS-Infrastruktur befinden.
  • Rights Management Services (ADRMS-Active-Directory-Rechteverwaltungsdienste) schützt die Ressourcen
    durch kryptografische Methoden gegen unbefugte Einsicht.
  • Certificate Services (ADCS-Active-Directory-Zertifikatsdienste) stellen eine Public-Key-Infrastruktur bereit.

Der Systemadministrator kann mittels AD/ADDS die Informationen der Objekte organisieren, bereitstellen, überwachen und den Benutzern in das Kundennetzwerk des Rechenzentrums können Zugriffsbeschränkungen erteilt werden.

 

* Agile Softwareentwicklung

In der agilen Softwareentwicklung sind Verfahrensweisen zusammengefasst, die das Ziel haben den Entwicklungsprozess flexibler und schlanker zu machen. Alle diese Verfahren setzen sich aus den gleichen Bestandteilen zusammen, auch wenn sie teilweise sehr unterschiedliche Techniken zur Umsetzung einsetzen.

Die grundlegende Basis dafür stellen die Agilen Werte, auf denen die Agilen Prinzipien aufbauen und eine Art Leitsatz bilden. Auf den Werten und Prinzipien aufbauend werden dann Agile Methoden eingesetzt in denen die konkreten Verfahren der Softwareentwicklung beschrieben werden. Abschließend werden alle angewandten Methoden unter dem Oberbegriff des „agile Prozess“ zusammengefasst.

Verbreitete Beispiele für Techniken der agilen Softwareentwicklung sind SCRUM und Extreme Programming.

 

* ASP.NET

ASP.NET (Active Server Pages .NET) ist ein 2002 als Teil des .Net-Frameworks publiziertes Web Application Framework. Es dient der Entwicklung von dynamischen Webseiten, Webanwendungen und Webservices. Seit 2015 gibt es zusätzlich noch ASP.NET Core, ein quelloffenes separates Framework, das offiziell auch Linux und Mac OS X unterstützt.

 

* Bugfix

Ein Bugfix ist eine Verbesserung / Fehlerbeseitigung in ein Betriebssystem oder einer Applikation.
Das ist eine Korrekturauslieferung des Softwareherstellers (nicht immer von den ursprünglichen Softwarehersteller) für Software / Daten, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen, vorhandene Fehler zu beheben oder natürlich die bislang nicht vorhandene Funktionen nachzurüsten.
Die üblichen Bugfixes / Patches (z. B. bei Microsoft heißen diese Aktualisierungen – Service Pack) werden die Korrekturen / Verbesserungen den Anwendern in regelmäßigen Zeitabständen veröffentlicht. Danach können und in der Regeln sollten die Anwendern diese auch einspielen.

 

* C#

C# ist eine typsichere, objektorientierte und grundsätzlich plattformunabhängige Programmiersprache. Sie wurde im Rahmen der .NET-Strategie entwickelt und wird in dieser Implementierung als Visual C# bezeichnet.

Historisch wurde in C# fast exklusiv für Microsoft Windows entwickelt. Durch Xamarin ist es inzwischen aber auch möglich für macOS, iOS und Android zu entwickeln. Zudem gibt es mit .NET Core auch offizielle Unterstützung für GNU/Linux und macOS.

 

* CIL

CIL (Common Intermediate Language ), früher auch MSIL (Microsoft Intermediate Language)ist eine Zwischensprache, in die alle Programme der Common Language Infrastructure übersetzt werden. CIL ist eine objektorientierte Assemblersprache und ist vollständig stackbasiert. Auf dem Zielcomputer wird die CIL von einem Laufzeitsystem (Virtual Execution System) des .Net-Framework in systemeigenen Programmcode übersetzt, um vorliegende Programme ausführen zu können.

 

* Git

Git ist ein kostenloses Programm zur verteilten Versionsverwaltung und wurde durch Linus Benedict Torvalds initiiert. Hier werden die einzelnen Versionen dezentral bei den Nutzern gespeichert und können untereinander „verschmolzen“ (gemerged) werden. So kann es viele unterschiedliche Versionen eines Projektes geben, was eine Parallelentwicklung ermöglicht und auch getrennte Abschlussversionen zur Folge haben kann.

 

* Java

Java wurde 1991/1992 ursprünglich von Sun (heute Oracle-Gruppe) entwickelt und umfasst eine Sammlung von Spezifikationen. Sie enthält die typsichere objektorientierte Programmiersprache Java, die Java-Laufzeitumgebungen (standardisierte Software-Plattformen, um die entwickelten Programme ausführen zu können) und ein Entwicklungswerkzeug (Java Development Kit). Durch die Laufzeitumgebung wird es ermöglicht Programme, die in Java geschrieben wurden, unabhängig vom Betriebssystem auszuführen.

 

* .NET

Microsoft .NET ist eine 2002 veröffentlichte Sammlung von Software-Plattformen, die der Entwicklung und Ausführung von Anwendungsprogrammen dienen. Dazu gehören Produkte, Frameworks und Programmiersprachen, sowie Werkzeuge und Technologien um die erstgenannten zu unterstützen.

 

* SQL

SQL (Structured Query Language ) ist eine Datenbanksprache zur Definition von Datenstrukturen in relationalen Datenbanken sowie zum Bearbeiten (Einfügen, Verändern, Löschen) und Abfragen von darauf basierenden Datenbeständen. Fast alle gängigen Datenbanksysteme unterstützen SQL – allerdings in unterschiedlichem Umfang und leicht voneinander abweichenden „Dialekten“.

SQL-Befehle lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

  • (DML) Befehle zur Datenmanipulation (Ändern, Einfügen, Löschen) und lesendem Zugriff
  • (DDL) zur Definition des Datenbankschemas
  • (DCL) Befehle für die Rechteverwaltung und Transaktionskontrolle

 

* Swing

Swing ist eine modular und objektorientiert aufgebautes GUI-Toolkit das für die Programmiersprache Java entwickelt wurde. Es baut auf dem älteren AWT (Abstract Window Toolkit) auf und ist in die JFC (Java Foundation Classes) eingebunden. Zusätzlich lässt es sich an verschiedenen Stellen mittels des in Swing eingebauten Plug-In Konzeptes erweitern. Typische Erweiterungen betreffen Look&Feels, Layoutmanager und weitere Komponenten.

 

* SWT

SWT (Standard Widget Toolkit) ist ein GUI-Toolkit für die Erstellung grafischer Oberflächen mit Hilfe der Programmiersprache Java. Dabei ist der wichtigste Unterschied zum großen Konkurrenten Swing die Nutzung von nativen Betriebssystemschnittstellen. So können Anwendungen entstehen deren Oberflächen denen des jeweiligen Betriebssystems entsprechen. Dieser Ansatz wurde ursprünglich gewählt um schlanker und performantere Programme schreiben zu können, doch hat sich dies in diversen Vergleichen als Irrtum erwiesen. SWT-Programme haben insbesondere unter Nicht-Windowsproblemen immer wieder unter Effizienzproblemen zu leiden und selbst unter Windows sind diese nur selten schneller.

 

* VB.NET

VB.NET (Visual Basic .NET ) ist eine Programmiersprache, die auf dem .NET Framework aufbaut. Sie erschien 2002 als vollwertige .NET-Sprache. VB.NET ist vollständig objektorientiert und der Quellcode wird in die Common Intermediate Language übersetzt, nicht in Win32-Code (wie im Vorgänger VB 6.0).

 

* Webservice

Ein Webservice ermöglicht auf Basis von HTTP oder HTTPS die computerübergreifende Kommunikation über Rechnernetze (z. B. Internet). Über den Uniform Resource Identifier (URI) ist jeder Webservice im Netzwerk eindeutig identifizierbar und kann mit Hilfe einer Schnittstellenbeschreibung in maschinenlesbarem Format (z. B. WSDL) angesprochen werden.

 

* WPF

WPF (Windows Presentation Foundation ) ist eine 2006 eingeführte Klassenbibliothek, die zur Gestaltung von grafischen Benutzeroberflächen und zur Integration von Multimedia-Komponenten und Animationen dient. Sie ist Teil des .Net-Framework und teibt in seinem internen Aufbau die Trennung von Präsentation und Logik voran. Dabei wird die auf XML basierende Auszeichnungssprache XAML zur Beschreibung der Oberflächenhierarchien eingesetzt und die Logik durch jeweilige .Net-Sprachen. WPF-Anwendungen können sowohl Desktop- als auch Web-Anwendungen sein.

 

* XML

XML (Extensible Markup Language) ist eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdateien. Es wird aber auch für den plattformunabhängigen Austausch von Daten zwischen Computersystemen eingesetzt.

 

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